Sachsen-FDP: Auch Osterspaziergänger für "Wanderschäden" abkassieren?
Beiträge / Sächsisches Waldgesetz
Datum: 15.04.2009, 15:07 Uhr
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Reitabgabe muss weg!
Im Jahr 2008 hat der Freistaat Sachsen von Reitern rund 27.500 Euro für Reitplaketten eingenommen. Jedoch wurden im vergangenen Jahr davon lediglich rund 12.500 Euro für die Beseitigung von Reitschäden ausgegeben. Das geht aus einer Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag hervor. Derzeit müssen die Reiter pro Pferd jährlich eine Reitabgabe in H&öuml;he von zehn Euro entrichten, die zur Beseitigung von Reitschäden verwendet werden sollen.
Dazu erklärt Tino Günther, landwirtschafts- und tourismuspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"Die Erhebung der Reitabgabe und der damit verbundene Aufwand rechnen sich vorn bis hinten nicht. Die Abgabe ist ein bloßes Abkassieren; die Beseitigung der Reitschäden rechtfertigt allein den Verwaltungsaufwand für die Erhebung der Abgabe nicht.
Jeder Osterreiter, der an diesem Wochenende an einem Prozessionszug teilnimmt, hat also erst einmal zehn Euro in die Staatskasse gesteckt. Da kann man nur hoffen, dass nicht auch bald Osterspaziergänger für 'Wanderschäden' zur Kasse gebeten werden.
Kurzum: Die Reitabgabe muss weg! Die Reiter müssen von sinnlosen Abgaben entlastet werden, die Landkreise von unnötiger Bürokratie. Die Waldbesitzer können auch ohne eine Reitabgabe für eventuelle Schäden schnell und unbürokratisch entschädigt werden - Baden-Württemberg, das die Abgabe unlängst abgeschafft hat, macht das vor."
(Dresden/10.04.2009)
Die Kleine Anfrage „Reitabgabe für das Jahr 2008“ im Internet
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